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Moderne Schulbauten

Vorbildcharakter: Architektur- und Fliesenkeramik im modernen Schulbau

Ob Kitas, Grund- und weiterführende Schulen oder Universitäten: Die internationale Bildungslandschaft baut um. Bildungsbauten müssen sich auf der ganzen Welt neuen pädagogischen Anforderungen anpassen und zeitgemäße Lern- und Unterrichtsformen unterstützen. Moderne pädagogische Konzepte reagieren darauf, dass Lernen für jedes Kind anders funktioniert. Schulen entwickeln sich daher von Unterrichtsstätten zu Lern- und Lebensorten, die ein Grundverständnis von Gemeinschaft, gesellschaftlicher Verantwortung, Nachhaltigkeit und Ästhetik vermitteln. Architekten sind daher gefragt, offene und flexible Raumgestaltung und große kooperative Bereiche zu planen, die Freude machen, zum Wohlbefinden beitragen und zum Lernen anregen. Starke Partner erfolgreicher Schulvorhaben sind und bleiben dabei Materialien und Oberflächen, die robust, langlebig und gesundheitlich unbedenklich sind: keramische Fliesen.

Architektur ist immer auch Vorbild – als Bauwerk, aber auch als Ausdruck einer Haltung, die mehr als alles andere den Menschen in den Mittelpunkt rückt. Kaum ein anderer Gebäudetypus verfügt über eine derart große gesellschaftliche Verantwortung wie der Bildungsbau, den über alle Schularten- und -formen hinweg buchstäblich fast alle Mitglieder der Gesellschaft durchlaufen. In der deutschen Bildungslandschaft herrscht nach wie vor ein großer Nachhol und Investitionsbedarf. Einerseits entstehen aus diesem Grund vornehmlich in den Großstädten immer wieder neue Schul- und Hochschulbauten. Andererseits entsprechen zahllose, in die Jahre gekommene Bestandsgebäude, nicht mehr den energetischen und ökologischen Standards. Es fehlt den Räumen an Aufenthaltsqualität und Förderung der Kommunikation unter den Schülern.

Die Wahl der geeigneten Baustoffe ist in Bildungsbauten daher essenziell. Schließlich kommt es nicht zuletzt aufgrund der hohen Nutzerzahlen und der intensiven Nutzung in begrenzten Zeitabschnitten, z. B. während der Pausen, zu sehr hohen Belastungen. Ein wesentlicher Grund für den klar erkennbaren Trend zu keramischen Materialien liegt darin, dass sie bei hoher Robustheit zugleich extrem vielseitig einsetzbar sind. Keramikfliesen können als Boden- oder Wandbeläge in Foyers, Fluren, Mensen, Küchen und Fachklassenräumen ebenso eingesetzt werden wie in Toiletten, Duschen, Umkleiden und Schulschwimmbädern.

Dabei sind viele unterschiedliche Fliesengrößen, -farben und -oberflächen möglich, die bei Bedarf individuell an die Projekte angepasst werden können. Egal, ob im Großformat oder mit Mosaiken – mit Keramikfliesen, die sich in modular aufgebauten Serien leicht kombinieren lassen, entstehen sinnliche, perfekt auf das architektonische Gesamtkonzept und die gewünschte psychologische Farbwirkung abgestimmte Räume. Unterschiedliche Rutschhemmungsklassen bei gleichem Erscheinungsbild ermöglichen darüber hinaus eine optisch einheitliche Bodengestaltung in Bereichen mit verschiedenen Hygiene und Sicherheitsanforderungen, z. B. zwischen Klassenräumen, Fluren und Sanitäranlagen.

 

 

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Heute fällt Schwimmen wieder einmal aus? Hier nicht! In Vogelsang wurde das Schulschwimmbad der Primarschule saniert und mit dem Rundmosaik der Serie Loop von Agrob Buchtal ein ausdrucksstarkes Design mit Trittsicherheit verliehen. Planung: Architekturbüro Mix, Schwäbisch hall (Foto: Agrob Buchtal/Daniel Zehnder)

Keramikfliesen erzeugen gesundes Raumklima

Zu den vielen funktionalen Anforderungen, die Keramikfliesen in Bauten des Bildungswesens erfüllen, zählt deren gesundheitliche Unbedenklichkeit: Sie verursachen keinerlei Ausdünstungen oder Emissionen und sorgen so für ein gesundes, allergenfreies Umfeld. Keramikfliesen von Agrob Buchtal besitzen eine weitere einzigartige Eigenschaft: Sind sie mit der Oberflächenveredlung Hytect versehen, die natürliche Prozesse zur Reinigung der Luft z. B. von Stickoxiden und Gerüchen aktiviert.

Letzteres spielt insbesondere in Sanitär-, Umkleide- und Duschräumen eine große Rolle. Hinzu kommt ein antimikrobieller Effekt durch eine speziell entwickelte Form von Titandioxid. Sie wird im Herstellungsprozess der Keramik bei großer Hitze aufgebracht und verschmilzt untrennbar und dauerhaft mit dem Material – im Gegensatz zu den meisten anderen Baustoffen mit solchen Beschichtungen wird Titandioxid hierbei hierbei in einer geschlossenen Oberfläche gebunden. Außerdem setzt die Hytect-Keramik im Zusammenspiel mit Licht und Sauerstoff auf natürliche Weise aktiven Sauerstoff frei, der das Wachstum von Schimmel, Viren und Bakterien direkt auf der Oberfläche hemmt. Gleichzeitig bildet Wasser auf dieser Keramik einen hauchdünnen Film, der Schmutz und Fette unterspült, weshalb die Fliesen extrem leicht zu reinigen sind. All diese Eigenschaften machen das Material zum idealen Baustoff nicht nur für Innenräume, sondern auch für bewitterte oder Gebäudehüllen.

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Grundschule Kreuzschule im alten Stadion, Regensburg (Planung: sdks Architekten, Darmstadt) mit der Bodenfliese Nova. Ob Mensa, Lern- oder Studienraum – Pause machen, zusammen lernen, mal quatschen: hier herrscht immer die richtige Atmosphäre (Foto: Agrob Buchtal/Herbert Bürger)

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Schloss-Schule Kirchberg, Baden-Württemberg: KeraShape Keramikrohre von Agrob Buchtal geben dem Gebäude nicht nur einen einzigartigen Auftritt. Sie bieten Schutz vor Sonnenlicht und haben kühlende Wirkung. Planung: Architekturbüro Mix, Schwäbisch Hall (Foto: Agrob Buchtal/Andreas Bohle)

Keramik in der Fassade

Fassadenkeramik kann in Röhren- oder Winkelform, als Fliese oder als maßgefertigtes Formteil zum Einsatz kommen und in den unterschiedlichsten Farben und Oberflächenstrukturen erscheinen – als hinterlüftete Fassadenkonstruktionen ebenso wie fest verklebt, z. B. als Oberbelag eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS). Keramik ist farb- und lichtecht und kann potenziell überall im und am Gebäude zum Einsatz kommen. Das Material erleichtert die Einbettung der Bauten ins städtebauliche Umfeld; es ermöglicht präzise und feinsinnige Übergänge zwischen innen und außen. Nicht zuletzt deshalb eignen sich keramische Bauteile in besonderer Weise für ganzheitliche Architekturkonzepte, die Pädagogen als „dritten Lehrer“ bezeichnen,
da sie kooperative Lernmethoden räumlich, farblich, sinnlich unterstützen.

Re-use + Renovierung + Recycling = Fliesenkeramik

Die Keramikfliese geht alles mit. Der mineralische Grundstoff wird in der Produktion fast restlos verarbeitet, kann als recyceltes Material in neuer Form und Anwendung wiederverwendet werden und ist als System für hinterlüftete Fassaden natürlich rückbaubar. Hergestellt aus natürlichem Ton, bieten Keramikelemente stets eine ökologisch verträgliche und mit Blick auf die Langlebigkeit auch wirtschaftliche Lösung.

Altbauten, deren (haus)technische Anlagen, Rettungswege und Innenausstattungen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und der Gesetzgebung entsprechen, kommen mit keramischen Fliesen um jede Ecke und Rundung. Bauphysikalisch unzureichende Fassaden, veraltete und unhygienische Sanitäranlagen sowie abgenutzte Wand- und Bodenbeläge profitieren von der Farb- und Gestaltungsvielfalt der keramischen Fliesen, die auch angegliederte Mensen, multifunktionale Aulen, Turnhallen und Schwimmbäder in das Gesamtkonzept zukunftsfähiger Lernwelten kompetent mitnehmen. Das vielseitige „Schulmaterial“ ist im Gegensatz zu anderen Materialien wie Vinyl oder Faserzement säurebeständig und behält auch nach Reinigung mit scharfen Putzmitteln immer ihre Farbintensität und Leuchtkraft.

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KeraShape Keramikrohre filtern in Ammattioposto Live, einem College und Training Centre für Blinde in Espoo/Finnland, den größten Teil des in den Innenraum reflektierten Sonnenlichts und bieten bei der Ausbildung von sehbehinderten Schülern ideale Unterstützung. Planung: Linja Linja Arkkitehhdit Oy, Helsinki (Foto: Agrob Buchtal/Sonja Meskanen, Lempäälä)