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LÖSUNGEN FÜR DIE TERRASSE

Terrassenplatten richtig verlegen

Ihre Terrasse: Ihr zusätzlicher Wohlfühlraum für sonnige Zeiten. Übers Jahr trotzt hier ein hochwertiger keramischer Belag Wind und Wetter, Sonne, Eis und Schnee: für eine dauerhaft attraktive Optik ohne großen Pflegeaufwand. Ob für Terrassen, Balkone, Gehwege oder Wintergärten – großformatige und 2 cm starke Terrassenplatten von Agrob Buchtal bieten den passenden Belag für Ihr persönliches Außenkonzept.

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Vor der Verlegung muss die Tragfähigkeit des Aufbaus geprüft werden. Dabei gelten die Vorgaben einschlägiger Regelwerke wie DIN-Normen oder DZB-Merkblätter. Bei überbauten Wohnräumen oder Garagen sind zusätzlich die Bestimmungen der Flachdachrichtlinie zu Dampfsperre, Dämmung und Abdichtung einzuhalten.

Lose verlegte Bodenbeläge unterliegen im Außenbereich der Einwirkung von Winddruck und Windsog. Je nach Windlastzone muss die Eignung des Systems gegebenenfalls durch einen Fachplaner / Sachverständigen überprüft werden, um die Gefahr von Personen- und Sachschäden zu vermeiden.

Eine Keramikplatte, die auf einem Doppelbodensystem verlegt ist, kann durch den Aufprall eines aus einer bestimmten höhe herabfallenden Gegenstandes zerbrechen. Hier besteht Verletzungsgefahr für all jene, die auf der Fliese gehen oder stehen. Bei Nichtberücksichtigung der vom Hersteller vorgegebenen Verlegevorschriften kann es zu Verletzungen von Personen kommen.

Verlegearten

Alle Terrassenplatten lassen sich – je nach Bedarf – in drei Varianten verlegen: lose im Splittbett, gebunden auf Drainagemörtel oder innovativ auf Stelzlagern (nur Format 60 x 60 cm).

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Verlegeart 1

Trockenverlegung im Splittbett

  1. Agrob Buchtal Terrassenplatten (Fugenkreuze verwenden)
  2. Rückseitige Kontaktschicht mit schnell erhärtendem Flexkleber C2-S1 nach DIN EN 12004 (Kellenzahnung mind. 10 mm)
  3. Drainagefähige Kies-/Splitschicht ca 5 cm (Korn 2-4 mm bzw. 2-5 mm)
  4. Wasserdurchlässige Abdeckung
  5. Frostschutz-Tragschicht, je nach Verkehrslast ca. 15-30 cm
  6. Tragender Untergrund (mit Gefälle in Erdplanum und Drainage, wenn erforderlich)
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Verlegung auf Drainagemörtel

Richtig verlegt

  1. Erdplanum mit Gefälle (2%) anlegen und ausreichend verdichten.
  2. Frostschutz-/Tragschicht aus sickerfähigem, wasserdurchlässigem Bruchschotter (je nach Verkehrslast 15-30 cm) unter Beibehaltung des Gefälles fachgerecht einbauen.
  3. Wasserdurchlässige Abdeckung auflegen.
  4. Drainagefähige Kies-/Splittschicht (Körnung 2-4 oder 2-5 mm) aufbringen, Gefälle wie im Unterbau, lagegerecht abziehen.
  5. Kontaktschicht auf der Rückseite der Platten aufkämmen (Zahnung mind. 10 mm) mit schnell erhärtendem Flexkleber C2-S1 nach DIN EN 12004.
  6. Terrassenplatten mit Fugenkreuzen (mind. 3 mm Fuge) setzen, ggf. mit Rollenrüttler (kleine Stufe) abrütteln.

Vorteile der Verlegeart

  • Einfache und wirtschaftliche Verlegung.
  • Nach der Verlegung sind die Platten sofort begehbar.
  • Lose verlegt, sind die Platten mit wenigen Handgriffen auswechselbar.
Verlegung im Splittbett

Verlegeart 2

Trockenverlegung auf Drainagemörtel

  1. Agrob Buchtal Terrassenplatten
  2. Verlegung mit schnell erhärtendem Flexkleber C2-S2 nach DIN EN 12004 im Buttering-Floating-Verfahren
  3. Haftbrücke/Kontaktschicht (z.B. PCI Caraflott NT)
  4. Drainagefähiger Grobkornmörtel (≥ 5 cm)
  5. Wasserdurchlässige Abdeckung
  6. Frostschutz-/Tragschicht, je nach Verkehrslast ca. 15-30 cm
  7. Tragender Untergrund (mit Gefälle in Erdplanum und Drainage, wenn erforderlich)
Verlegung auf Drainagemörtel
 
Verlegung auf Drainagemörtel

Richtig auf Drainage-Estrich verlegt

  1. Erdplanum mit Gefälle (2%) anlegen und ausreichend verdichten.
  2. Frostschutz-/Tragschicht aus sickerfähigem, wasserdurchlässigem Bruchschotter (je nach Verkehrslast 15-30 cm) unter Beibehaltung des Gefälles fachgerecht einbauen.
  3. Wasserdurchlässige Abdeckung auflegen.
  4. Drainagefähigen Grobkornmörtel gleichmäßig (> 5 cm) und vollflächig aufbringen, Oberfläche lagegerecht abziehen.
  5. Verlegung im Buttering-Floating-Verfahren mit schnell erhärtendem Flexkleber C2-S2 nach DIN EN 12004.
  6. Terrassenplatten mit gewünschter Fugenbreite verlegen.

Vorteile der Verlegeart

  • Geschlossene Optik durch Verfugung.
  • Auf drainagefähigem Grobkornmörtel verlegt und verklebt, verkraften Terrassenplatten von Agrob Buchtal auch höhere Belastungen.
  • Bei stranggezogenen Platten ist idealer Haftverbund gewährleistet.
Verlegung auf Drainagemörtel

Verlegeart 3

Verlegung auf Stelzlagern

  1. Agrob Buchtal Terrassenplatten
  2. Stelzlager mit Fugenkreuz
  3. Trennschicht/Bautenschutzmatte
  4. Abdichtung (nach DIN 18195)
  5. Tragender Unterbau
Verlegung auf Stelzlagern
 
Verlegung auf Stelzlagern

Richtig auf Stelzlager verlegt

  1. Untergrund mit 2% Gefälle vorbereiten.
  2. Abdichtung nach DIN 18531 einbauen und Bautenschutzmatte auflegen.
  3. Stelzlager platzieren und nivellieren, an jedem Kreuzungspunkt ein Stelzlager. An den Rändern einrücken. Bei höherer Belastung ist eine Mittelunterstützung erforderlich.
  4. Terrassenplatten aufsetzen (Stelzlager mit integrierten Fugenkreuzen verwenden).
  5. Mindestauflagefläche 44 cm² pro Ecke.

Vorteile der Verlegeart

  • Auf Stelzlagern verlegt, sind die Platten mit wenigen Handgriffen auswechselbar.
  • Unter der Konstruktion lassen sich z.B. Kabel unsichtbar verlegen.
  • Stelzlager erlauben auch das „Überfliesen“ vorhandener Terrassen. Eine neue Optik ohne Entfernung des alten Belages ist möglich. Dabei ist allerdings die Aufbauhöhe zu berücksichtigen.
Verlegung auf Stelzlager

Weitere wichtige Hinweise:

Reinigung
Geeignet sind alle marktüblichen Reinigungsmittel für Keramik. Auf den Platten stehendes Wasser lässt sich mit einem Wasserschieber entfernen. Die Wasserkante, die sich auch bei fachgerechter Verlegung an der Plattenkante in Richtung des Gefälles aufbaut, beruht auf der natürlichen Oberflächenspannung des Wassers.

Belastbarkeit
Die Bruchlast beträgt je nach Produkt zwischen 6.000N und über 10.000N.

Zuschnitte
Beste Ergebnisse bringt der Nassschnitt mit einer nicht segmentierten Keramikscheibe mit geschlossenem Rand. Kurven werden im Wasserstrahlschnitt, Bohrungen mit Diamant-Kronenbohrer (vorzugsweise Nass) ausgeführt.

Abdichtungen
Aufgehende Bauteile müssen bis 15 cm über dem Belag bzw. der Abdichtung so abgedichtet werden, dass auch Terrassentüren und Fenster geschützt sind. Montageteile wie zum Beispiel Geländer dürfen die Abdichtung nicht beschädigen. Regen und Tauwasser werden durch wandnahe Entwässerungen abgeleitet.

Dehnfugen
Wo der Belag an Wände oder andere feste Bauteile anstößt, oder bei sehr großen Belagsfeldern, müssen Dehnfugen (mindestens 10 mm) vorgesehen werden.

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