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Schwimmbadsanierung neu gedacht – Mit Vorfertigung zu kürzeren Schließzeiten
Die Sanierung öffentlicher Schwimmbäder zählt heute zu den größten Herausforderungen vieler Kommunen. Insbesondere Anlagen aus den 1960er- und 1970er-Jahren weisen erhebliche Schäden an den Beckenköpfen auf – gleichzeitig steigt der Druck, Schließzeiten möglichst kurz zu halten. Schulen, Vereine und der öffentliche Badebetrieb sind auf funktionierende Wasserflächen angewiesen. Im Jugend- und Freizeitzentrum Ronneburg zeigt sich, wie moderne Vorfertigung diesen Zielkonflikt auflösen kann.
Mit der Beckenkopf-Lösung CarboCeram von AGROB BUCHTAL wurde das mehr als 50 Jahre alte Hallenbad nachhaltig saniert und innerhalb kurzer Zeit wieder in Betrieb genommen. Heute nutzen jährlich rund 26.000 Badegäste die modernisierte Anlage.
Parallele Prozesse statt Stillstand
Der entscheidende Vorteil von CarboCeram liegt im Bauablauf. Während auf der Baustelle die alten Beckenköpfe zurückgebaut und Abdichtungsarbeiten ausgeführt werden, entstehen die neuen Beckenkopf-Elemente bereits parallel im Werk. Dort werden sie unter kontrollierten Bedingungen gefertigt, mit keramischen Belägen versehen und montagefertig vorbereitet. Dadurch entfallen zahlreiche zeitintensive Arbeitsschritte auf der Baustelle. Schalungsarbeiten, Betonage und lange Trocknungszeiten gehören ebenso der Vergangenheit an wie die Abstimmung vieler einzelner Gewerke. Das Ergebnis ist ein deutlich verkürzter Bauablauf – und damit eine erheblich reduzierte Schließzeit des Schwimmbades. Gerade bei öffentlichen Bädern, deren Betrieb für Schulen, Vereine und Kommunen von zentraler Bedeutung ist, wird dieser Zeitgewinn zu einem entscheidenden Planungsfaktor.
Carbonbeton eröffnet neue Möglichkeiten
Das Herzstück von CarboCeram bildet ein Fertigbauteil aus carbonbewehrtem Beton mit keramischer Oberfläche. Die Carbonbewehrung ermöglicht besonders schlanke Konstruktionen bei gleichzeitig außergewöhnlich hoher Festigkeit. Dadurch sind die Elemente vergleichsweise leicht, was Transport und Montage deutlich erleichtert.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt in der Dauerhaftigkeit. Anders als Stahl kann Carbon nicht korrodieren – ein entscheidendes Kriterium für dauerhaft wasserbelastete Konstruktionen wie Beckenköpfe. Die Sanierung gewinnt dadurch nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an langfristiger Betriebssicherheit.
Nachhaltigkeit beginnt beim Material
Die Verwendung von Carbonbeton reduziert den Materialeinsatz erheblich. Schlankere Querschnitte benötigen weniger Beton und damit deutlich weniger Zement – einer der größten CO₂-Treiber im Bauwesen. Gleichzeitig sinkt der Bedarf an Bausand, einer weltweit zunehmend knappen Ressource.
Auch die industrielle Vorfertigung trägt zur Nachhaltigkeit bei. Die Produktion unter kontrollierten Werkstattbedingungen ermöglicht einen effizienten Materialeinsatz, minimiert Abfallmengen und gewährleistet eine Fertigungsqualität, die unter Baustellenbedingungen kaum erreichbar ist. Bereits während der Produktion werden projektspezifische Details wie die Position vorhandener Rinnenabläufe berücksichtigt, wodurch sich die Montage vor Ort weiter vereinfacht.